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CRAVING - same

Label/Vertrieb: Apostasy

same

Die Niedersachsen von CRAVING sind beim jungen Osnabrücker Label Apostasy unterkommen, was mich erst mal vermuten ließ, das man Death Metal der gutturalen Sorte darbietet, ist doch der Labelchef auch bekannt dafür, bei den Extrem-Deathern DAWN OF DISEASE das Micro zu schwingen. Aber weit gefehlt, man beackert lieber die Böden, die auch schon ENSIFERUM (vor allem beim Song ´Revenge` zu bemerken), EQUILIBRIUM (deren Ex-Fronter Helge gleich zweimal als Gast auftaucht) oder ganz frühe SUIDAKRA bestellt haben.
Zuerst einmal lautet das Motto Full Speed Ahead, aber man versteht es, immer wieder ein wenig Geschwindigkeit rauszunehmen, bevor die persönliche Radarfalle ein Beweisfoto macht.
Dadurch erreicht man das gerüttet Maß an Abwechslung, das ein Album interessanter zu machen vermag. Aber Abwechslung ist leider nicht alles, eine gewisse Grundqualität muss schließlich auch vorhanden sein. Die kann man den vier Jungs nicht absprechen, aber ich würde sie auch nicht gerade zur Speerspitze des Genres zählen. Erschwerend kommt hinzu, das inzwischen allzu viele `Landwirte` eben jene `Früchte` zu ernten versuchen, die Luft ist dünner geworden im Bereich des paganischen Metals.
Was für die Band spricht, ist die sprachliche Dreifaltigkeit, neben Englisch und Deutsch werden auch russische Lyrics geboten. In Zeiten von Bands wie ARKONA kein Novum, aber doch der Variabilität zuträglich.
Der bereits erwähnte ENSIFERUM-Soundalike `Revenge` ist dann unterm Strich der Song, der mir am meisten ins Ohr ging, der Rest ist gefällig, beileibe nicht schlecht, aber auch nicht zwingend. So bleibt unterm Strich ein Album, das seine Fans finden wird und der Band eine Zukunft beschert. Sollte man es schaffen, auf eine der größeren Paganfest-Touren aufzuspringen, dann wird man mit Sicherheit Duftmarken setzen können.

Punkte: 76

Tequila / 03.02.2012


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