Klassiker des Stahls
AC/DC - Let There Be Rock
Label/Vertrieb: Sony Music

War das vorhergehende Werk noch von bluesigen Rhythmen durchsetzt, so änderte sich das auf dem dritten Album der Riff-Meister grundlegend.
Getreu dem Albumtitel rockte man was das Zeug hielt und schuf Klassiker für die Ewigkeit. Songs wie der Opener "Go Down", "Dog Eat Dog", "Bad Boy Boogie", "Problem Child", "Overdose" oder "Hell Aint A Bad Place To Be" sind Meilensteine der Rockgeschichte. Selbstredend dürfen die göttlichen Songs wie das unsterbliche "Whole Lotta Rosie" und der Titletrack nicht unerwähnt bleiben. Neben DEEP PURPLEs "Smoke On The Water" dürfte der Anfangsriff von "Whole Lotta Rosie" zu den wohl bekanntesten im Bereich der Rockmusik gehören. Textlich vergeht sich Bon Scott einmal mehr am Thema Frauen und Sex, sowie Sex und Frauen.
"Let There Be Rock" war seiner Zeit einfach weit voraus. Gnadenlose Soli nach jedem Chorus, Texte die sogar richtig Sinn ergeben und eine Rhythmuswand, an der sich so mach hartgesottener Hadbanger den Schädel blutig klopfen würde. Einzigartig auch zu dieser Zeit war die glasklare Produktion von Vanda & Young, die ja bekanntlich die Band bis zu ihrer ersten offiziellen Livescheibe begeliteten.
AC/DC waren in diesen Tagen auf ihrem Höhepunkt angelangt und nichts und niemand konnte sie vom Thron stossen, aber dies sollte noch nicht das Ende sein. Eingefleischte Fans werden mich vermutlich in der Luft zerreissen, denn obwohl diese Scheibe keinen einzigen Ausfall enthält, ist sie nicht die beste der Australier... doch dazu mehr beim nächsten Mal!
1977 starb der King des Rock'n'Roll, aber mit AC/DCs "Let There Be Rock" sind neue Könige auferstanden -- so lasst mich Enden mit dem Satz: Der König ist tot, lang lebe der König!
Punkte: 100
Methus / 13.10.2007


