Klassiker des Stahls

AC/DC - Highway To Hell

Label/Vertrieb: Sony Music

Highway To Hell

Im Juli 1979 erschien die letzte Scheibe mit Ronlad Belford „Bon“ Scott am Mikro, denn im Februar des darauf folgenden Jahres verstarb der Rocker in London. So kann man „Highway To Hell“ getrost als das Vermächtnis von Bon ansehen und vielleicht hatte er schon so was im Gefühl, als er die Zeilen „Hey Mama, look at me, i'm on the way to the promise land...“ im Titelsong verfasste. In einem Interview ließ Bon mal verlauten, dass er nichts von dem angeblichen Götter-Rock-Song „Stairway To Heaven“ (LED ZEPPELIN) hielt, da er sich nämlich auf der Autobahn zur Hölle befände! So ward die Idee zu dem Song geboren.

Jedenfalls hatten es AC/DC mit diesem Album geschafft. Endlich ist ihr Schaffen belohnt worden.

Die Singleauskopplung „Touch Too Much“ lief weltweit über die Radiosender (ja sogar Bayern 3 hatte den Song in den Charts!!) und sogar das Album selbst ward in den deutschen Charts vertreten. Ist ja auch nicht weiter verwunderlich, bei den Gassenhauern, welche die Aussies einmal mehr auf Tonträger gebannt hatten.

„Girls Got Rhythm“, „Walk All Over You“, „Shot Down In Flames“ oder der Simple-Rocker „Get It Hot“ zeigten einmal mehr, wer die Kings Of Hardrock waren. Natürlich zählt auch der Titelsong und – der wie ich finde – beste Track auf dem Album „If You Want Blood (You've Got It)“. Einfachste Riffs und Rhythmen, die einem sofort in die Beine und den Nacken sausen, sowie die einzigartigen Texte von Bon Scott machen „Highway To Hell“ zu einem Meisterwerk der harten Mucke. Selbst in Discotheken wurden die Songs zum Teil gespielt, was im Jahre 1979 schon einiges zu bedeuten hatte – kurzum, AC/DC ist der totale, weltweite Durchbruch gelungen.

Produziert wurde das Ganze diesmal von Robert "Mutt" John Lange, welcher der Scheibe einen rockigen, zeitgemäßen Sound verpasste und scheinbar genau zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort war.

Für einen dauerte der Erfolg aber nur kurz, obwohl sich Bon Scott nie darum kümmerte, berühmt zu sein.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar 1980 erstickte Bon Scott an seinem eigenen Erbrochenem im Auto seines Kumpels Alistair Kinnear.

REST IN PEACE

Punkte: 99

Methus / 25.10.2007


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